Wie spannte Papst Urban II. die Massen für den 1. Kreuzzug ein – und was löste er aus?

Tja, was also tun, um die für sein wirkliches Vorhaben – die angestrebte Vereinigung der orthodoxen Kirche Ostroms mit der katholischen Westroms – notwendige Manpower zu mobilisieren?

Ganz einfach!

Papst Urban II. berief eine Synode (-> im November 1095 in Clermont-Ferrand/Frankreich) ein, schilderte der zuhauf erschienenen Zuhörerschaft in einer Brandrede angeblich gegen Pilger vorgekommene Ausschreitungen muslimischer „Heiden“ ungeheuerlichsten Ausmaßes, versprach denjenigen, die sich dem entgegenstellen würden sozusagen den Himmel auf Erden plus sofortiger Vergebung aller Sünden – und löste damit nicht nur den 1. Kreuzzug, sondern auch eine etwa zweihundert Jahre dauernde Konfrontation der islamischen und christlichen Glaubensgemeinschaften aus; eine Auseinandersetzung der beiden Religionen, die spätestens seit 9/11 (2001) immer noch (oder wieder) fortwirkt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige