Wer oder was waren die Seldschuken?

Der Urvater der Seldschuken hieß auch so, wie das alttürkische Fürstengeschlecht aus dem er kam, nämlich Seldschuk. Seldschuk war ursprünglich das Oberhaupt eines Stammes aus dem türkischen Nomadenverbund der Oghusen. Um 970 löste er sich aus diesem Club und konvertierte mit seinen Gesinnungsgenossen zum Islam.

Im Laufe des 11. und 12. Jahrhunderts schufen die Seldschuken das sogenannte „Groß-Seldschuken-Reich“, das zwischen 1063 und 1092 letztendlich weite Teile Irans, Iraks, Syriens, der arabischen Halbinsel und Anatolien (-> mit Konya als Hauptstadt des anatolischen Seldschuikensultanats) umfasste.

 

Zusammenprall im ersten Kreuzzug

Ganz besonders auffällig wurden die Seldschuken im Zusammenhang mit der Bedrohung des byzantinischen Reiches, die in der Folge einer der Auslöser für den 1. Kreuzzug (1096-1099) war. Um 1150 rief ein gewisser Salah ad-Din Jusuf ibn Ajub (*1138/°1193), Sultan von Ägypten und Syrien, genannt Saladin, zum „Dschiad“ auf, und eroberte 1187 in der Schlacht bei Hattin Jerusalem für die Muslime zurück.

Etwa ab Mitte des 13. Jahrhunderts gerieten die Seldschuken unter die Fuchtel der Mongolen. Mit dem Tod Mesud II., verschwand auch die Dynastie der Seldschuken von der geschichtlichen Bildfläche. An ihre Stelle traten nun die Osmanen …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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