Wo sind heute noch – angeblich – Spuren Heinrichs I. zu finden?

Mindestens vier bis fünf Orte nehmen heute für sich in Anspruch den Ort ausgemacht zu haben, wo – der Ballade des österreichischen Dichters Johann Nepomuk Vogl (*1802/°1866) nach – der gute Heinrich vorzugsweise gesessen haben und seinem Hobby nachgegangen sein soll.

Zwei dieser Orte sind zum Beispiel:

  • Pöhlde bei Herzberg im Harz, wo die Reste einer Burganlage mit dem Hinweis: „König Heinrichs Vogelherd“ zu besichtigen sind sowie in
  • Quedlinburg, wo der "Finkenherd" – darunter ist der mit Fachwerkhäusern bestückte Weg vom Schlossplatz zur Altstadt plus des kleinen Hauses Nr. 1 gleichen Namens zu verstehen – als der Ort festgemacht wird, an dem Heinrich seine Vogelnetze ausgespannt haben soll.

Beide Orte – ganz sicher auch die hier nicht genannten – verweisen darauf, dass Heinrich I. dort nicht nur die Vogelfallen aufgestellt hat, sondern ihm 919 an dieser Stelle (angeblich) von heranreitenden Boten des Ostfrankenkönigs Konrad I. auch die Königswürde angetragen worden sein soll – was schon deshalb nicht stimmen kann, da Konrad bereits 918 verstorben war. Nun denn …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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