Wie hielt es Heinrich I. mit den Ungarn?

Klug und listig!

Dem Ansturm der marodierenden ungarischen Reiterhorden hatten die deutschen Herzöge nichts entgegenzusetzen. Sie waren militärisch einfach nicht genügend ausgerüstet. Diesen bedauerlichen Umstand hat Heinrich I. schnell erkannt.

Geld zieht immer

Statt sich und seiner bescheidenen Wehrkraft nun nicht von den wüsten Typen die Köpfe einschlagen zu lassen, entschied Heinrich sich für eine unblutige Alternative.

Er betrieb die Freilassung eines ungarischen Heerführers und zahlte Tribut. Und – man glaubt es nicht – die Magyaren zogen sich für neun Jahre in ihre ungarische Tiefebene zurück.

Revirement und Aufrüstung

Eine Zeit, die Heinrich zur militärischen Umgestaltung seines Reiches nutzte. Der Ausbau so genannter einfach und schlicht ausgestatteter Fliehburgen wurde vorangetrieben, der Bau zusätzlicher befestigter Wehrburgen eingeleitet und  – begünstigt durch den Tod des schwäbischen Herzogs Burchard/Burkhard 926, dessen Gebiete Heinrichs Vetter namens Hermann zufielen – die zentrale Machtstellung Heinrichs weiter ausgebaut.

Darüberhinaus wurde das Militär reformiert, verstärkt und so in die Lage versetzt, die Elbslawen, die Böhmen und die Dänen erfolgreich zu schlagen.

In die Flucht geschlagen

Als dann 933 die Ungarn glaubten die Zeit sei gekommen, erneut brandschatzend in Thüringen einfallen zu können, schlugen Heinrichs Einheiten die Eindringlinge in der Schlacht an der Unstrut derart vernichtend, dass sie sich für die nächsten gut zwanzig Jahre nicht wieder blicken ließen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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