Wurde Heinrich I. von den Zeitgenossen als König akzeptiert?

Nicht von gleich auf jetzt!

 

Skepsis

Zu Beginn schien den Zeitgenossen seine Regentschaft irgendwie befremdlich.

Denn immerhin wurde da 919 jemand König in einem Gebiet, das zuvor Teil des Frankenreichs unter den Karolingern gewesen war.

Zweifelhafte Herkunft?

Und zu allem Überfluss war der Mann auch noch weder Franke noch Karolinger, sondern aus (nieder-)sächsischem Adel, also einem Volksstamm (Liudolfinger/später Ottonen genannt), der sich anfangs – unter anderen – unter dem Sachsenherzog Widukind vehement gegen Karls des Großen Christianisierung gestemmt hatte, um dann aber nach "stillschweigender" Akzeptanz sowie Unterstützung des "großen" Karl in dessen Sachsenkriegen zu adeligen Pfründen zu kommen.

Kontrahenten aus dem Süden des Landes

Jetzt, nach Heinrichs Wahl 919 in Fritzlar zum "ersten deutschen" König, opponierten im Besonderen noch die Schwaben und Bayern gegen ihn.

Die Anerkennung des Schwabenherzogs Burkhard/Burchard II. (*um 884/°926) und des Gegenkönigs Arnulf I. von Bayern (*?/°937) – die aber beide später trotzallem von ihm mit wichtigen und bedeutenden Ämtern betraut wurden – erlangte Heinrich erst durch vorangegangene kriegerische Auseinandersetzungen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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