Wie wurde Heinrich I. eigentlich König des Ostfrankenreichs?

Kurz gesagt: Mit dem definitiven „Aus“ der Karolinger und dem Scheitern des Konradiners Konrad I.!

Das Ende der Karolinger

Nach Karl dem Dicken (*876 bis °888), Sohn Ludwigs „des Deutschen“, dem es gelungen war, das Reich kurzfristig wieder zu vereinen und dem Hinscheiden Ludwigs „dem Kind“ im Jahre 911, war es mit den Karolingern endgültig zu Ende.

Zwischenspiel eines Konradiners

Aus dem ehemaligen Frankenreich entstanden die Königreiche

  • West- und Ostfranken,
  • Hoch- und Niederburgund sowie
  • Italien.

In Ostfranken – bestehend aus den Stammesherzogtümern Franken, Sachsen, Bayern und Schwaben – wurde 911 der Konradiner und Herzog von Franken, Konrad (*etwa 881 bis °918), in Forchheim zum deutschen König gewählt.

In seinen sieben Regierungsjahren kämpfte er nicht nur innenpolitisch gegen die Stammesfürsten, sondern außenpolitisch auch noch gegen die Ungarn. In beiden Fällen blieb er mehr oder weniger glück- und erfolglos.

Start der Liudolfinger/Ottonen

Als Konrad 918 sein Ende nahen fühlte, soll er (angeblich) seinen Bruder Eberhard gebeten haben, auf die Nachfolge zu verzichten und stattdessen dem Liudolfinger Heinrich I. die Königswürde anzutragen.

Heinrich hat den "Job" angenommen und es verstanden, das Ostfränkische Reich durch seine geschickte Politik zusammenzuhalten.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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