Wie entstand das „Ostfrankenreich“?

Durch Teilung des Fränkischen Reiches durch Ludwig I. "den Frommen" (*778/°840).

Alles begann im Grunde genommen mit den fortwährenden Erbstreitereien der Nachfahren Karls des Großen.

Bereits 817, drei Jahre nach Amtsantritt, machte sich dessen Sohn Ludwig I. "der Fromme" daran, das vom Vater geerbte Riesenreich mit seiner in Aachen verfügten „Ordinatio imperii“ unter seinen drei Söhnen –

  • Lothar I. (*795/°855) - König von Bayern, der Langobarden, des fränkischen "Lotharii Regnum" (-> "Mittelreich"/"Lothringen") und "römischer" Kaiser,
  • Pippin I. (*797 oder 803/°838) - König von Aquitanien (dieser Pippin hat nichts mit Pippin I. "dem Älteren" zu tun. Der war früher: nämlich bereits *um 580/°640) und
  • Ludwig "dem Deutschen" (*um 806/°876) - König des Ostfrankenreiches –

aufzuteilen.

Lothar I. sollte so etwas wie "den Hüter“ über das Gesamtreich darstellen. Ihm waren – sozusagen – die Brüder Pippin und Ludwig „der Deutsche“ unterstellt.

Ludwig "des Deutschen" Ostfrankenreich wurde seiner Zeit auch „Reich der Deutschen“ genannt, und gilt in Teilen der Geschichtsschreibung als Vorläufer des „Heiligen Römischen Reiches (Deutscher Nation)“.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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