War Heinrich I. der erste König der „Ottonen“?

Ja, Heinrich I. (*etwa 876 bis °936) aus dem (nieder-)sächsischen Adelsgeschlecht der Luidolfinger gilt in der Tat als erster König der Ottonen!

Im Jahre 912 wurde Heinrich Herzog von Sachsen und dann, 919, in Fritzlar zum König des Ostfrankenreichs gekürt. Und zwar mit Zustimmung des kurz zuvor verstorbenen letzten Frankenkönigs Konrad I.

Der hatte nämlich (angeblich) – bereits auf dem Sterbebett liegend – seinem Bruder Eberhard das Versprechen abgenommen, Heinrich zu seinem Nachfolger zu erheben.

Ob sich nun diese Geschichte mit Konrad, Eberhard, Heinrich und dem Sterbebett tatsächlich so zugetragen hat, weiß man nicht genau. Kann sein, kann auch nicht sein.

Das gilt auch für Heinrichs angebliche Leidenschaft für die Vogelfängerei. Sein Beiname "der Vogler" stammt nämlich aus dem Gedicht "Herr Heinrich sitzt am Vogelherd", das ein gewisser Johann Nepomuk Vogl erst viel später, 1835, verfasst hat. Sei´s drum.

Auch, wenn über die Epoche des Mittelalters zu Lebzeiten Heinrichs nur „Spurenelemente“ wirklich eindeutig bekannt sind, so bleibt es doch Fakt, dass Heinrich erster "deutscher" König (Ottonen) war.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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