Was hat Heinrich II. seinem Nachfolger hinterlassen?

Mit dem Tod Heinrichs II. im Juli 1024 endete die etwas mehr als einhundert Jahre dauernde Herrschaftszeit der Sachsenkönige, d.h. der - aus dem Geschlecht der Liudolfinger stammenden - Ottonen.

In der Geschichtsschreibung wird Heinrichs II. Leistung zwar nicht als Epoche machend beschrieben, dafür aber Eigenschaften wie Unbeirrbarkeit, Verlässlichkeit, Hartnäckigkeit, Integrität und persönliche Bescheidenheit hervorgehoben.
Ein „Macher“, eben!

Seinem Nachfolger, dem Franken Konrad II. (*990 bis °1039), hinterließ Heinrich ein gut „beackertes“ Feld.

Zum einen waren das die drei von ihm als König regierten Gebiete

  • Ostfranken,
  • Lombardei und
  • Burgund,

zum anderen die abgesicherten und stabilisierten Grenzen des Reiches -

  • im Norden zu Dänemark,
  • im Süden zum Königreich Italien.

 

Und nicht zu vergessen

In seiner Amtszeit war es Heinrich immerhin gelungen, die bereits von Otto III. veranlasste christlich-kirchliche Eigenständigkeit der Ungarn und Polen zu untermauern und damit zu erhalten.

Alles in allem hat Heinrich im Laufe seiner Regierungszeit das getan, was ihm möglich, und was - entsprechend der politischen Bedingungen seiner Zeit - eben machbar war.

 

Übrigens

Einmal wurde doch noch ein Sachse deutsch-römischer Kaiser.
Das war Herzog Lothar III. von Supplinburg (*1075 bis °1137), der 1025 deutscher König und 1133 als Lothar III. definitiv als letzter Sachse zum Kaiser gekrönt wurde.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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