Wie oft war Heinrich II. in Italien – und warum?

Abgesehen von jenen Tagen des Jahres 1000, als Heinrich – noch als Herzog von Bayern – seinen in die Engelsburg geflüchteten Vetter Otto III. freigekämpft hatte, zog Heinrich dreimal nach Italien.

Zwei Jahre nach Regierungsübernahme, 1004, unterstützte er eine Handvoll

  • lombardischer Bischöfe gegen den Markgrafen Arduin von Ivrea,
  • wurde vom Mailänder Erzbischof Arnulf II. zum König von Italien gekürt und
  • bot den Anlass zur fast vollständigen Zerstörung Pavias.

Heinrichs zweitem Zug nach Italien, 1014, lagen wieder einmal – was auch sonst – die Querelen um den Papstthron zugrunde.

Nach einer Reihe von Päpsten, Gegenpäpsten und Möchtegernpäpsten (Johannes XVII., Johannes XVIII., Sergius IV., Gregor VI.) setzte Heinrich schnell entschlossen den aus der Familie der Tusculaner stammenden und reichstreuen Benedikt VIII. durch. Der fand das toll, krönte Heinrich II. im Februar 1014 zum Kaiser – und die Gattin Kunigunde gleich mit.
Jetzt gab es nicht nur einen Kaiser, sondern auch eine Kaiserin des „Heiligen Römischen Reiches“.

Heinrichs dritter Feldzug hatte mit den in Süditalien weilenden Byzantinern zu tun, die sich gegen Rom stark zu machen versuchten.

Als Kaiser, und somit der Kirche verpflichteter Schutzherr, griff Heinrich 1021 dem Papst helfend unter die Arme, drängte den Gegner mit seinem schlagkräftigen Heer zurück und rettete damit gleichzeitig die für die Sicherheit des Reiches wichtigen Fürstentümer Salerno, Benevent und Capua vor der Eroberung durch die Byzantiner.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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