Was beschaffte sich Heinrich II. wo vom verstorbenen Otto III.?

Die Krone, den Reichsapfel, das Zepter, das Schwert und die „Heilige Lanze“!

 

Heinrich fasst einen Entschluss

Das alles waren dringend benötigte Insignien, deren Besitz einen gewissen Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern um das Amt des Königs sichern konnte.
Wohl wissend, dass auch - unter anderen - der Herzog Hermann von Schwaben, der Markgraf Ekkehard von Meißen und der Herzog Dietrich von Oberlothringen den Griff nach der Krone im Auge hatten, entschloss sich der pfiffige Heinrich also, der mit der Überführung des in Italien verblichenen Ottos III. betrauten Entourage - zwecks Aneignung der Isignien - flugs entgegen zureiten.

 

Der Zweck heiligt die Mittel

Bei Polling, einem kleinen Örtchen unweit von Weilheim in Oberbayern, traf Heinrich auf den Tross, bemächtigte sich gegen jeden Widerstand „der kaiserlichen Leiche“ sowie der Reichsinsignien - bis auf die „Heilige Lanze“.
Die war vom Erzbischof von Köln bereits heimlich vorausgeschickt worden, was aber Heinrich nicht sonderlich beunruhigte.
Zuerst einmal veranlasste er die Beisetzung Ottos innerer Organe im Augsburger Kloster St. Afra. Dann ließ Heinrich kurzerhand den Kirchenmann verhaften, um sich - sozusagen im letzten Step - von diesem die Lanze aushändigen zu lassen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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