Wer war eigentlich Kunigunde von Luxemburg?

Der Überlieferung nach, muss sie so etwas wie der gute Mensch an der Seite Heinrichs II. (*972/°1024) gewesen sein. Kunigunde, etwa um 980 als Tochter eines Luxemburger Grafen geboren, heiratete mit Zwanzig den Herzog Heinrich IV. von Bayern, der später als Heinrich II. König und Kaiser wurde.

Wenige Wochen nach Heinrichs Königskrönung 1002 in Mainz, wurde auch Kunigunde zur Königin gekrönt.
In Paderborn.
Während der Herrschaftsjahre ihres Gatten, dem sie ihr Leben lang in liebevoller Zuneigung verbunden blieb, beteiligte sie sich aktiv an Heinrichs Staatsgeschäften, die sie sowohl während dessen sporadischer - politisch bedingter - Abwesenheit, als auch nach Heinrichs Tod in Eigenregie fortführte.

Mit ihrem Ehemann teilte Kunigunde das Engagement in kirchlichen Belangen, widmete sich aufopfernd den Armen und den vom Leben Benachteiligten, war an der Einrichtung zahlreicher wohltätiger Stiftungen beteiligt und hat maßgeblich an der Gründung des Bistums Bamberg mitgewirkt.

Nach Heinrichs II. Tod, ging Kunigunde als Nonne in das von ihr gegründete Benediktinerinnenkloster in Kaufungen, entsagte der Welt, lebte in Bescheidenheit sowie ohne jeden Dünkel bis zu ihrem Tod.
Vermutlich im Jahre 1033.
Vielleicht auch ein paar Jahre später. Genaues ist nicht bekannt.

Wegen ihrer einwandfreien Lebensführung sowie ihrer Mildtätigkeit, wurde Kunigunde um 1200 herum von Papst Innozenz III. (*1161/°1216) "heilig" gesprochen.

Ein weiterer Grund kann aber auch - der Legende zur Folge - ein Gottesurteil gewesen sein. Angeblich soll Kunigunde  Ehebruch begangen haben. Was ganz sicher Unfug war.

Um diese Anschuldigung zu entkräften,

  • stellte sie sich dem Urteil,
  • lief über glühende Pflugscharen -

und blieb dabei vollkommen unbeschadet ...

Autor: Manfred Zorn

 

 

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