Wer war Heinrich II. „der Heilige“?

Heinrich II. (*973/°1024) war der Sohn Heinrich des Zänkers, Urenkel Heinrichs I. des Voglers und, um Ecken, der Cousin Ottos III. (*980/°1002).

Heinrich war Herzog von Bayern,

  • wurde 1002 – als  Nachfolger Ottos III. – König des Ostfränkischen Reiches,
  • fungierte dann, ab 1004, auch als König von Italien und wurde schließlich
  • 1014 von Papst Benedikt VIII. (*um 980/°1024) zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt.

Das blieb er bis zu seinem Tod im Jahr 1024.
Heinrich wurde im  Kaiserdom in Bamberg beigesetzt. Im dort noch heute zu besichtigenden Hochgrab, soll auch seine Gattin Kunigunde von Luxemburg (*um 980/°1133) ihre letzte Ruhe gefunden haben.
Beide, Heinrich und Kunigunde, wurden viele Jahre später „heilig“ gesprochen.
Heinrich 1146 von Papst Eugen III. (Papst von 1145 bis 1153), Kunigunde 1200 von Papst Innozenz III. (*um 1160/°1216).

Da seine Ehe mit Kunigunde von Luxemburg kinderlos blieb, also niemand da war, der in seine Fußstapfen hätte treten können, war Heinrich II. somit der letzte kaiserliche Sachsenspross aus dem Geschlecht der Ottonen* (-> sein Nachfolger, Konrad II., kam dann wieder aus einem fränkischen Adelsgeschlecht, den Saliern).

* Das stimmt nicht ganz.
Einmal wurde doch noch ein Sachse deutsch-römischer Kaiser. Das war Herzog Lothar III. von Supplinburg (*1075 bis °1137), der 1025 deutscher König und 1133 als Lothar III. als letzter Sachse zum Kaiser gekrönt wurde.
Definitiv!

Autor: Manfred Zorn

 

 

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