Wie wurde Otto I. doch noch anerkannter „Kaiser der Römer“?

Durch die – für Otto glückliche – Ermordung des widerborstigen Kaisers Nikephoros II. Phokas im Jahre 969!

 

Nachfolger des Ermordeten wurde dessen Neffe Johannes I. Tzimiskes (*924 bis °976), der – seinerzeit nicht ungewöhnlich – gleichzeitig auch der Mörder war.

Endlich anerkannt

Johannes, der militärisch gerade anderweitig stark eingebunden war und kein Interesse hatte, auch noch mit Otto I. aneinander zugeraten, zeigte sich daher gegenüber Ottos Wunsch nach Titelanerkennung wesentlich weniger zugeknöpft.

Zuerst wurden die Besitzstände im Süden Italiens geregelt, dann sogar ein Ehegespons für Sohn Otto II. versprochen und schließlich Otto als gleichberechtigter Kaiser des Westens anerkannt.

Ein nicht verabredeter Brauttausch

Und doch trübte – vorübergehend – ein Trick des schlitzohrigen Johannes I. Tzimiskes´ das endlich Erreichte.

Worum ging es?

Nun, eigentlich sollte die zwischen Johannes und Otto verabredete Braut eine „purpurne“ Prinzessin namens Anna sein. Aber statt Anna, hatte der mit allen Wassern gewaschene Johannes lediglich eine nahe Verwandte, Theophanu, geschickt.

Schwere Entscheidung

Jetzt galt es abzuwägen: Theophanu als Schwiegertochter akzeptieren, oder auf den so schwer erreichten Titel zu verzichten?

Otto entschied sich für Theophanu und damit – zwei Fliegen mit einer Klappe – auch für den Titel!

Autor: Manfred Zorn

 

 

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