Worauf bestand Otto I. im „Staatsvertrag“ mit dem "Heiligen Stuhl"?

Auf der "Römischen Vereinbarung" ("Constitutio Romana")!

Wenige Tage nach seiner Krönung zum Kaiser des „Heiligen Römischen Reiches“ im Februar 962 durch Papst Johannes XII., fasste Otto I. die zuvor mündlich gegebenen Vereinbarungen noch einmal schriftlich in einem „Staatsvertrag“ („Pactum Ottonianum“) zusammen.

Allerdings brachte Otto darin auch dezidiert zum Ausdruck, auf die kaiserlichen Rechte entsprechend der 824 von

  • Lothar I. (*795/°855, Sohn Ludwigs des Frommen) und
  • Papst Paschalis I. (im päpstlichen Amt von 817 bis zum Frühjahr 824)

vorbereiteten sowie mit dessen Nachfolger

  • Papst Eugen II. (im Amt von 824 bis 827)

festgeklopften „Römischen Vereinbarung“ („Constitutio Romana“) weder verzichten zu können, noch zu wollen.

Ein Otto I. wichtiger der in diesem Vertrag festgelegten Artikel, war nämlich der, dass ausschließlich der Kaiser, oder dessen Gesandte, die Versammlung kaiserlicher Wahlberechtigter zur Wahl eines Papstes einberufen konnte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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