Was versprach Otto I. anlässlich seiner Kaiserkrönung?

Die Einhaltung der „Pippinischen Schenkung“!

 

Unmittelbar vor der Krönungszeremonie im Februar 962, bestätigte Otto I. das „Schenkungsversprechen“, das Pippin III. (der Jüngere) im Jahre 754 gegenüber Papst Stephan II. ausgesprochen hatte.

Darin, im so genannten "Privilegium Ottonianum", wurden (unter anderem) sowohl die Verteidigung des Heiligen Stuhls als auch die Zusage, dem Kirchenstaat verloren gegangenen Besitzungen zurück zu gewinnen, von Otto I. erneut bestätigt.

Zwar erhielt Otto von Papst Johannes XII. im Gegenzug dafür sein Wort ("Treueeid"), Loyalität zu üben – was diesem allerdings keineswegs einfiel, auch tatsächlich einzuhalten.

Denn, ungehalten und verärgert über Ottos zunehmende Machtfülle, schloss der Papst mit dem ehemaligen Widersacher Berengar von Italien ein Bündnis gegen den inzwischen von ihm gesalbten Kaiser.

Ein Unterfangen, das 963 unverzüglich Otto I. auf den Plan rief und auf der Synode zu Rom zur Absetzung Johannes XII. führte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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