Wie kam es zu Ottos I. erster Ehe?

Durch Verkupplung. Otto war siebzehn, als sein Vater Heinrich I. 929 glaubte, eine Verbindung seines Sohnes mit einer Tochter aus adeligem englischen Haus könnte durchaus ein guter Gedanke sein.

Angelsachsen waren bereits in jenen Jahren, wenn man so will, ohnehin Cousins und Cousinen der (Nieder-)Sachsen. Also her mit den Engländerinnen!

Qual der Wahl

König Aethelstan von England (*etwa 894 bis °939) war von der Idee Heinrichs begeistert, band eine Heirat doch beide Häuser enger aneinander.

Also schickte er seine siebzehnjährige Schwester Editha (auch Edgith oder Edith) sowie – für Otto möglicherweise als Alternative gedacht – die jüngere Schwester Adiva per Schiff über den Ärmelkanal.

Otto kam, sah – und entschied sich für Editha.

Die richtige Wahl getroffen

Aus dieser ehelichen Gemeinschaft, die – den Annalen zur Folge – sehr harmonisch und glücklich gewesen sein soll, gingen die Kinder Liudolf (*930 bis °957) und Liutgard (*931 bis °953) hervor.

Editha verstarb 946, wurde im nicht mehr existierenden St. Mauritiuskloster in Magdeburg bestattet, im Laufe der Zeit mehrfach umgebettet und hat ihren Platz heute im Magdeburger Dom gefunden.

Ăśbrigens

Die seiner Zeit von Otto nicht erwählte Adiva, heiratete später einen angesehenen Herzog von Burgund.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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