Wie stand es um Ottos (I.) Bildung?

Aus heutiger Sicht nicht wirklich toll!

 

Aber, wie bei allen Herrschern zuvor – zum Beispiel bei den Merowingern, Karolingern oder Konradinern – galt auch für Otto in erster Linie das Erlernen von Spiel, Jagd, Sport und Kampf als äußerst wichtig.

Lesen und Schreiben versuchte er sich erst beizubringen, als er ungefähr Mitte Dreißig war. Latein blieb ihm allerdings ein Buch mit sieben Siegeln.

Otto sprach ein damaliges so genanntes Niederdeutsch, konnte sich im westfälischen Romanisch verständigen und parlierte auf Slawisch – ohne allerdings sicher sein zu können, einwandfrei verstanden zu werden.

Möglicherweise gestaltete sich die Konversation ähnlich dem, was in unseren Tagen oft zwischen einem Ur-Bayern und einem Berliner abläuft.

Aber egal! Für das, was Otto an der Kunst des Lesens und Schreibens fehlte, hatte er seine Leute. Das waren im Wesentlichen Männer der Kirche.

Wie auch immer! Dennoch hat es Otto I. (*912/°973) bekanntlich 962 zum von Papst Johannes XII. (*um 938/°964) in Rom gekrönten "römischen" Kaiser gebracht.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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