Was trieb Otto II. 980 nach Italien?

Es waren mehrere Gründe, die Otto II. 980 nach Italien führten.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Zum einen wurde Otto II. (*955/°983) sozusagen „gerufen“, das heißt, er sollte die üblichen Querelen um den Papstthron nicht nur  schlichten, sondern auch richten.

Bevor Otto aber nun den Gegenpapst vertrieb und für die Wiedereinsetzung Papst Benedikts VII. (Papst von 974 bis 983) sorgte, schaute er zuvor noch kurz in Ravenna (gelegentlich wird in diesem Zusammenhang auch von Pavia gesprochen) vorbei, um sich dort Weihnachten 980/981 – nicht ganz uneigennützig – mit seiner Mutter Adelheid zu versöhnen.

Mutter und Sohn vertragen sich

Adelheid hatte sich vor zwei Jahren – wegen unüberbrückbarer Differenzen mit der Schwiegertochter Theophano – zu ihrem Bruder nach Burgund zurückgezogen.

Wegen ihrer exzellenten Beziehungen zum italienischen Adel, setzte Otto jetzt auf ihre Einflussnahme auf diese Leute. Selbstverständlich ganz in seinem Sinne.

Die Versöhnung verlief erfolgreich, und Otto II. reiste Anfang 981 weiter nach Rom. Mit von der Partie waren seine Gattin Theophano samt Kind – dem kurz zuvor geborenen Sohn Otto (dem späteren III.) – sowie sein unvermeidlich üppiges Gefolge.

Neue Herausforderungen

In Rom angekommen, regelte Otto II. die weiter oben erwähnten päpstlichen Angelegenheiten und entschied daran anschließend, sich im tiefsten Süden Italiens mit den Byzantinern und Sarazenen anzulegen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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