Warum revoltierte Heinrich von Bayern („der Zänker“) gegen Otto II.?

Möglicherweise um festzustellen, ob sein Cousin Otto II. (*955/°983) ihm gewachsen war.

In erster Linie aber wohl, weil Herzog Heinrich von Bayern, genannt „der Zänker“ *(951/°995), glaubte – wie bereits schon sein Vater (Heinrich I. von Bayern), der gleichzeitig auch der Bruder Ottos I. war – Anspruch auf den Thron zu haben.

Beleidigt, obstinat und letztlich erfolglos

Als Otto II. kurz nach Amtsantritt den mit ihm verwandten – der Verwandtschaftsgrad ist nicht wirklich eindeutig geklärt, denn irgendwie war damals jeder mit jedem verschwippt und verschwägert – Konrad I. zum Herzog von Schwaben machte, fühlte sich Heinrich „der Zänker“ benachteiligt.

Ziemlich sauer reagierend,

  • verbündete er sich mit Böhmen und Polen gegen Otto II.,
  • zettelte in der Folge eine Reihe militärischer Auseinandersetzungen an,
  • wurde in Ingelheim gefangen gesetzt,
  • konnte fliehen,
  • versuchte erneut – mit Hilfe des Böhmenherzogs Boleslav und einer Handvoll weiterer Adliger – Otto II. zu stürzen,
  • scheiterte ein weiteres Mal und
  • musste sich schließlich 977 in Passau ergeben.

Fazit

Heinrich „der Zänker“ wurde sein Herzogtum Bayern an einen weiteren Heinrich, den III., los – tauchte aber ein paar Jahre später in der ihm eigenen renitenten Art und im Zusammenhang mit der Thronfolge Ottos III., erneut auf der Bildfläche auf.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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