Warum wurde Otto II. schon früh König und Kaiser?

Weil es Otto I., dem Großen (*912/°973), um die Absicherung ottonischer Macht ging.

Die frühen Königs- und Kaiserkrönungen im Kindes- und Jugendalter Ottos II. (*955/°983), dienten seinem Vater Otto I. in erster Linie dazu, der Welt unmissverständlich deutlich zu machen, dass es sein Sohn zu sein hatte, der seine, Ottos des Großen, Nachfolge anzutreten hat.

Im Grunde hatte dieses Vorgehen also lediglich so etwas wie vorsorgenden Sicherungscharakter des bestehenden Machtgefüges.

Erst König ...

Als Otto sechs Jahre alt war (961) wurde er, auf Betreiben des Vaters, in Worms zum Mitkönig gewählt und in Aachen mit den königlichen Insignien – Mantel, Zepter und Stab – ausgestattet.

... dann Kaiser

Sechs Jahre später (967), mit zwölf, wurde Otto II. zu seinem Vater (der bereits seit 966 das dritte Mal in Italien weilte) nach Verona beordert.

Gemeinsam ritten Vater und Sohn dann weiter nach Rom, wo der Sohnemann die Salbung zum Mitkaiser durch Papst Johannes XIII. (Papst von 965 bis 972) erhielt.

Echte Verantwortung gleich 0

Beide Krönungen – die zum Mitkönig und die zum Mitkaiser – hatten keine unmittelbaren, geschweige denn verbindliche Auswirkungen auf den jugendlichen Otto II.

Der nicht loslassen könnende Vater behielt das Heft bis zu seinem Tod ausschließlich selbst in der Hand.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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