Wer wurde wie und warum erster deutscher Papst?

Das war ein gewisser Bruno von Kärnten (*972 bis °999), Urenkel Ottos I., des Großen und weitläufiger Neffe Ottos III. Und das kam so:
Johannes XV., Papst von 985 bis 996, hatte Otto um Hilfe gegen den ewig stänkernden Patrizier Crescentius gebeten.

Im Frühjahr 996 - Otto hielt sich bereits in Ravenna auf - wurde er vom plötzlichen Tod des guten Johannes unterrichtet. Das kam Otto insofern entgegen, als er den ständigen Kontroversen um den Papstjob ein für allemal Einhalt zu gebieten gedachte.

Und der sechszehnjährige Otto tat etwas, was bisher noch nicht vorgekommen war:
Unter Missachtung der üblichen Verfahrensweise machte er kurzerhand – kraft Amtes – seinen vierundzwanzigjährigen Verwandten Bruno zu Papst Gregor V. (*um 972/°999), der das Amt für gute drei Jahre bis zu seinem Tod inne hatte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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