Wer übernahm die Vormundschaft für Otto III.?

Das war bis zu ihrem Tod 991, Ottos III. Mutter, Theophano, die während ihrer Interimsregentschaft sogar Urkunden mit dem selbstbewussten Titel: „Theophano divina gratia imperatrix augusta“ (-> „Theophano, Kaiserin von Gottes Gnaden“) unterzeichnete.
Dann übernahm – bis zu Ottos vierzehnten Geburtstag (994) – die Großmutter, Adelheid von Burgund, das Regiment.

Obwohl beide Frauen unterschiedlicher nicht sein konnten – Adelheid um die Fünfzig und mit ausgeprägt frömmelndem Naturell ausgestattet; Theophano jung, aufwendig im Lebensstil, intelligent und allem Neuen aufgeschlossen – hatte sie letztlich der Tod Ottos II. zur Bildung einer Interessengemeinschaft bewogen.
Deren Sinn lag allerdings einzig darin, den Thron für Otto III. bis zu dessen Volljährigkeit frei zu halten.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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