Wer war Widukind von Corvey?

Widukind von Corvey (etwa *925 bis °973) wurde als Chronist der Ottonen Heinrichs I. und Ottos I. bekannt. Darüber hinaus ist über ihn in den Annalen nicht so sehr viel zu erfahren.

Spurensuche

Möglicherweise war er ein Nachfahre des (nieder-)sächsischen Herzogs Widukind – das ist der, der (im Besonderen während der Jahre 777 bis 785) aufs schärfste gegen Karl den Großen stänkerte und damit ständig für Knatsch und Reibereien sorgte.

Widukinds Werk

Wie auch immer – im Jahr 942 trat Widukind von Corvey als Mönch in das gleichnamige Benediktinerkloster ein, und verfasste dort die so genannte „Sachsengeschichte“ („Res gestae Saxonicae“) in drei Bänden.

Seine Aufzeichnungen behandeln im Wesentlichen

  • die Vorgeschichte der (Nieder-)Sachsen,
  • die Auseinandersetzungen mit den Karolingern unter Karl dem Großen,
  • den Übergang des Frankenreiches auf das Geschlecht der Liudolfinger/Ottonen,
  • das Leben Heinrichs I. (des Voglers) sowie
  • die Biografie Otto I. des Großen.

Wahrscheinlich – so wird vermutet – hat Widukind von Corvey seine Betrachtungen schlicht aus seiner Verehrung gegenüber Mathilde, Tochter Ottos I. (des Großen) sowie Äbtissin des Klosters Quedlinburg, verfasst und dieser dann gewidmet.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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