Auf wen ist der Begriff „Reich der Deutschen“ zurückzuführen?

Auf die Luidolfinger/Ottonen!

Das Frankenreich nach Karl dem Großen hatte unter dessen karolingischen Nachfolgern mehr und mehr an Einfluss verloren.

Das Fähnlein Konrads I.

Zum Schluss war es der Herzog von Franken, Konrad I. (*881 bis °918), der als erster Nichtkarolinger von 911 bis zu seinem Tod als König des Ostfrankenreichs das Fähnlein des ehemaligen karolingischen Großreichs aufrecht zu halten versuchte.

Konrads I. letzter Wille

Glaubt man den „Sachsengeschichten“ des Mönchs Widukind von Corvey, hat Konrad I. auf dem Sterbebett seinen Bruder Eberhard davon überzeugt, nicht seine Nachfolge anzutreten, sondern stattdessen die Herrschaft zukünftig vom Luidolfinger Heinrich I. "dem Vogler" ausüben zu lassen.

Ob das in der Tat so stattgefunden hat – Sterbebett, Bruder, Verzicht auf die Königswürde – ist allerdings nicht exakt verbrieft.

"Urvater der Deutschen"

Fakt ist jedoch, dass Heinrich 919 zum I. (Ersten) der folgenden (nieder-)sächsischen Dynastie wurde, die unter den nachfolgenden drei Herrschern namens Otto (Ottonen) sowie eines Heinrichs, des II., bis ins Jahr 1024 andauerte.

Mit ihnen, den Ottonen, ging erstmals der Begriff „Reich der Deutschen“ einher. So gilt Otto I. der Große in der Geschichtsschreibung als „Urvater der Deutschen“.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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