Was hat die Stadt Gandersheim mit den Ottonen zu tun?

Nun, wenn man so will, wurde Gandersheim 852 vom Sachsenherzog Luidolf gegründet. Nicht sofort die Stadt, versteht sich, aber doch ein Stift.

Genauer gesagt: Ein Familienstift – was in etwa einem Kloster entspricht, das von den adeligen Gründerfamilien finanziell ausgestattet und unterstützt wurde.

Große Bedeutung, unter anderem auch als Begräbnisstätte, erreichte das Stift Gandersheim zur Zeit der Ottonen, trat aber ab 936 mit dem durch Otto I. gegründeten Stift Quedlinburg – sozusagen – in „Konkurrenz“.

Seit 1932 ist die im Kreis Northeim/Niedersachsen gelegene Stadt mit etwa 10500 Einwohnern „Bad“ – nämlich Bad Gandersheim.

Nach der zwischen 935 und 973 lebenden Kanonissin des Stifts Gandersheim, Roswitha (Roswitha von Gandersheim), die heute als erste deutsche Dichterin gilt und eine glühende Verehrerin Ottos I. (des Großen) war, trägt Bad Gandersheim auch den Beinamen „Roswithastadt“.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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