Wer oder was sind die „Ottonen“?

Ursprünglich waren die Ottonen Luidolfinger. Das war ein (nieder-)sächsischer Stamm aus der Gegend um Gandersheim, der sich zur Zeit der Franken unter Karl dem Großen christianisieren ließ, um so zum Adel aufsteigen zu können.

Der erste dieser sächsischen Herzöge, der geschichtlich nachweisbar ist, hieß Luidolf. Seine Familie waren die Luidolfinger.

Aber schon bald – etwa gegen Ende des 10. Jahrhunderts – wurden die Luidolfinger Ottonen genannt.

Das wiederum ist der damaligen Sitte geschuldet, nach der die wesentlichen Vertreter einer Dynastie Namensgeber wurden.

Und in der ursprünglichen Familie der Luidolfinger, gab es über die Zeit ihrer Herrschaft immerhin vier Ottos:

  • Otto der Erlauchte (*877 bis °912), Sohn Luidolfs,
  • Otto I. der Große (*912 bis °973), Sohn Heinrichs I.,
  • Otto II. der Rote (*955 bis °983) Sohn Ottos I. und
  • Otto III. (*980 bis °1002), Sohn Ottos II.

von denen der Begriff "Ottonen" abgeleitet wurde.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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