Wer war eigentlich Otto „der Erlauchte“ oder auch: „Der Erhabene“?

Otto (*um 877 bis °912), in der Geschichtsschreibung auch als Otto I. – aber mit dem Zusatz „der Erlauchte“ oder „der Erhabene“ – bezeichnet, war einer der Söhne des (nieder-)sächsischen Herzogs Luidolf, stammte also aus dem Geschlecht der so genannten Luidolfinger.

Klug geheiratet

Bedingt durch seine Vermählung mit einer gewissen Hadwig, die einer vornehmen und einflussreichen ostfränkischen Familie entstammte, war Otto sowohl als

  • Graf im Eichsfeld (heute gleichnamiger Landkreis im Nordwesten Thüringens), als auch als
  • Abt von Hersfeld (Hessen)

eine angesehene Größe in den Jahren des Niedergangs der Karolinger.

Verzicht zu Gunsten eines Kapetingers

Als mit dem Tod Ludwigs „dem Kind“ im Jahre 911 die Linie der Karolinger den Weg allen Irdischen ging – also zu Ende war – und Otto „dem Erlauchten“ die Nachfolge angetragen wurde, lehnte der dankend ab. Statt seiner wurde Konrad I. (*um 881/°918) aus dem Haus der Kapetinger zum König des ostfränkischen Reichs gewählt.

Ein Jahr später, 912, verstarb Otto. Er wurde in der Stiftskirche Gandersheim beigesetzt.

Otto "der Erlauchte" hinterließ eine Tochter und drei Söhne, von denen Heinrich I., der "Vogler", (°um 876/°936) im Jahre 919 König des Ostfrankenlandes wurde.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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