Was führte Heinrich III. 1046 nach Rom?

Das war im Wesentlichen die Lotterwirtschaft und Liederlichkeit, die in der Kurie um sich gegriffen hatte.
Ein wesentlicher Grund für Heinrich III. (*1017/°1056), gerade dort in Rom den Start seiner beabsichtigten Kirchenreform zu setzen.
Diesem Gedanken widmete er sich ohnehin etwa ab 1046 gern - die Auseinandersetzungen mit Böhmen und Ungarn waren vom Tisch - aus frommer Überzeugung und mit Biss.

Als erstes schien es ihm dringend geboten, den um sich greifenden Sündenpfuhl in Rom, dem Sitz des Oberhauptes aller katholischen Gläubigen, trocken zu legen.
Denn dort herrschte - nicht unüblich in der Geschichte der Päpste - wieder einmal ein unglaubliches Tohuwabohu, an dem gleich drei Päpste beteiligt waren:

  • der liederliche, korrupte und (angeblich!!) durch Kauf der Papstwürde bereits mit zehn- oder zwölf Jahren auf den Heiligen Stuhl gelangte und mit Unterbrechungen dreimal darauf zurückgekehrte Benedikt IX. mit ungewissem Geburtsjahr (-> 1012 oder 1021??)
  • der Gegenpapst Silvester III. , der sein relativ kurzes Amt (->1045/1046??) angeblich ebenfalls gekauft haben soll und
  • Papst Gregor VI. (-> Papst von 1045 bis 1046), der sein Pontifikat wiederum durch eine Abfindung an Silvester - gesponsert von einer Bankerfamilie - bekommen haben soll.

 

PS

Die Beweggründe, die "Amtszeiten" und möglicherweise auch die Charakteristika der genannten Päpste lässt sich in den Chroniken anscheinend nicht eindeutig nachweisen. Hier gehen - wieder einmal - die Meinungen weit auseinander ...

Autor: Manfred Zorn

 

 

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