Worin lag der wesentliche Unterschied Heinrichs III. zu seinem Vater?

Nun, während der Vater, Konrad II. (*um 990/°1039), nicht gerade durch überbordende Frömmigkeit bekannt war, konnte sich sein Sohn, Heinrich III. (*1017/°1056), so überhaupt nicht mit der von seinem Vater praktizierten Simonie (-> Kap.: 8, Vers 18/19 & 20, Apostelgeschichte) anfreunden.

Ganz im Gegenteil.
Heinrich war fromm bis zur Askese.
Und mit Simonie - hier: Der Handel mit kirchlichen Gütern, Bischofssitzen, Ämtern, Altarsilber u.ä.m. - hatte Heinrich III. absolut nichts am Hut.

Unmittelbar nach Übernahme der Amtsgeschäfte untersagte er das in seinen Augen

  • frevelhafte Ämtergeschacher,
  • verzichtete selbst auf die bei der Investitur von kirchlichen Würdenträgern üblichen Schmiergelder,
  • glich die so entstandene Finanzlücke mit zusätzlicher Besteuerung des Adels aus und widmete sich etwa ab 1046 unverdrossen
  • seinem selbst gesteckten Ziel, die Kirche grundlegend zu reformieren.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige