Heinrich IV.

Welchen deutschen Herrscher nannte man den "unglücklichen Kaiser"? Und was hat er mit dem Gang nach Canossa zu tun? Mehr zu diesem Herrscher in diesem Kapitel.

Wer war Heinrich IV.?

Der Salier Heinrich III. (*1017/°1056) und dessen Gattin, Agnes von Aquitanien und Poitou, hatten sechs Kinder – vier Töchter, zwei Söhne.
Heinrich war der ältere der Söhne, und somit als Thronfolger vorgesehen.

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Warum wird Heinrich IV. häufig auch „der unglückliche Kaiser“ genannt?

Obwohl Heinrich IV. (*1050/°1106) in den Annalen durchweg als äußerlich angenehme Erscheinung und in seinen Eigenschaften als couragiert, furchtlos, kultiviert, gebildet und urteilssicher geschildert wird, scheint sein Misstrauen gegenüber fast jedem aus seiner Umgebung bereits in seiner Jugend geprägt worden zu sein.

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Wie hat Agnes von Poitou die Vormundschaft Heinrichs IV. wahrgenommen?

In der Geschichtsforschung heißt es: Widersprüchlich!
Die einen halten Agnes für unsicher, ängstlich, frömmlerisch und einer verantwortungsvollen Regentschaft nicht gewachsen, die anderen respektieren sie als ausgleichend, friedenssichernd und politisch akzeptiert.

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Warum, wann und von wem wurde Heinrich IV. entführt?

Nun, die in der Geschichte mächtiger Herrschaftsgeschlechter immer wieder vorgekommenen Streitigkeiten um Macht, Geld und Ansehen - sei es innerhalb der Familien oder mit machtgierigen Herzögen, Fürsten und anderen Politgangstern von außen - machten auch vor Heinrich IV. (*1050/°1106) nicht Halt.

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Wie ging es nach dem Kidnapping mit Heinrichs IV. Erziehung weiter?

Kurz nach dem „Attentat“ auf ihren Sohn, zog sich Mutter Agnes (-> von Aquitanien und Poitou) zu Papst Alexander II. (*etwa um 1010/°1073) zurück, der 1061 die Nachfolge Papst Nikolaus´ II. (*um 990/°1061) angetreten hatte.
Heinrichs weitere Erziehung teilten sich Erzbischof Anno von Köln und Erzbischof Adalbert von Hamburg-Bremen.

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Wer waren Heinrichs IV. Kinder mit Bertha von Savoyen?

Aus der – von Heinrich IV. eigentlich ungewollten – ehelichen Verbindung mit Bertha von Savoyen gingen fünf Kinder hervor:

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Heinrich IV. und die Sachsen – was war da los?

Heinrich IV. (*1050/°1106), inzwischen um die Zwanzig, jahrelang bevormundet und zu Dingen gezwungen, die seinen Vorstellungen nicht entsprachen, hatte sich entschlossen, einen Teil des von seinen vormundschaftlichen Satrapen verplemperten Reichsvermögens zurückzuholen.
In Sachsen.

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Wer hat 1073 dafür gesorgt, dass Heinrich IV. König blieb?

Das waren die Bürger von Worms.
Eine sich zunehmend entwickelnde städtische Gesellschaftsschicht, die durch Handel und Handwerk nicht nur zu einigem Wohlstand gekommen war, sondern deren Bewohner sich als mündige und selbstbewusste Staatbürger empfanden.

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Was ging der Schlacht bei Homburg 1075 voraus?

Die Zerstörung der von Heinrich IV. (*1050/°1106) zwischen 1065 bis 1068 errichteten sogenannten "Harzburg" (-> heute: Ruine bei Bad Harzburg/Niedersachsen)!

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Was ist unter „Investiturstreit“ zu verstehen?

Im 11. und 12. Jahrhundert begann die Kirche, sich gegen den Einfluss weltlicher Macht bei der Amtseinsetzung kirchlicher Würdenträger aufzulehnen.

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Wie viele Päpste hat Heinrich IV. erlebt – und welche waren das?

Heinrich IV. hatte zu seinen Lebzeiten (*1050/°1106) das „Vergnügen“ mit zwölf Päpsten. Drei von ihnen fungierten allerdings als so genannte Gegenpäpste.

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Wer sind die bekanntesten Protagonisten des „Investiturstreits“?

Als die bekanntesten Kontrahenten des Investiturstreites sind Gregor VII. (Papst von 1073 bis 1085) und Heinrich IV. (*1050/°1106) zu nennen.
Letzterer verweigerte dem Papst die Gefolgschaft.
Der wiederum schloss Heinrich IV. kurzerhand aus der kirchlichen Gemeinschaft aus.

 

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Was war das für ein Typ, dieser Papst Gregor VII.?

Papst Gregor VII., irgendwann zwischen 1025/30 als Hildebrand von Sovana (-> Toscana/Italien) geboren, gilt zwar als einer der bedeutendsten Päpste, wurde aber bereits schon zu Lebzeiten als widersprüchlich geschildert.

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Wie verlief - in aller Kürze - die Karriere Papst Gregors VII.?

Zu Beginn seiner Laufbahn wurde Gregor VII. - da hieß er noch Hildebrand und soll zwischen 1025-1030 in Sovana (-> Toskana/Provinz Grosseto) geboren worden sein - von Gregor VI. (Papst 1045/46) protegiert.
Als der dann 1046 auf der Synode von Sutri zusammen mit zwei weiteren Päpsten von Heinrich III. (*1017/°1056) seines Amtes enthoben wurde, kam der Mönch Hildebrand unter Papst Leo IX. (*1002/°1054) schnell zu höheren Weihen.

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Was hatte sich Gregor VII. auf die Fahne geschrieben?

Gregor VI., Papst von 1073 bis 1085, hatte sich schon als Mönch für die Reformbewegung der Cluniazenser des Klosters Cluny (-> im Südwesten Frankreichs gelegen) begeistert.

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Warum kam es zum Machtkampf zwischen Heinrich IV. und Papst Gregor VII.?

Das während des Sachsenkrieges scheinbar freundliche Miteinander Heinrichs IV. (*1050/°1106) und Papst Gregors VII. (Papst von 1073 bis 1085), war nur von vorübergehender Dauer.

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Was ist das eigentlich - der „Gang nach Canossa“?

Wegen der zunehmend mangelnden Unterstützung ehemaliger Gesinnungsgenossen, der Bischöfe und Fürsten - die  heftigen Auseinandersetzungen mit Papst Gregor VII. im Rahmen des Investiturstreites hatten Fahrt aufgenommen - musste Heinrich IV. (*1050/°1106), auch aufgrund der Ergebnisse des Fürstentages in der Pfalz Tribur/Trebur, schließlich klein beigeben und Buße tun.

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War nach Heinrichs IV. Gang nach Canossa wieder alles gut?

Nein, nichts war gut. Im Gegenteil. Mit Fug und Recht kann gesagt werden, Heinrichs Leben war in der Tat eins der Schwersten – geprägt von ständigen Aufs und Abs. Nach Canossa war er zwar wieder König, aber nicht mehr der einzige.

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Wie ging es für Heinrich IV. nach der Schlacht an der Elster weiter?

Unverändert angespannt.
Nach dem Tod des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden im Oktober 1080 bei Flarchheim an der Elster (-> Thüringen), stellten Heinrichs IV. Gegner einen zweiten Gegenkönig auf, einen gewissen Hermann von Salm, der aber Heinrich nicht wirklich gefährlich wurde.

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Was trieb Heinrich IV. 1081 nach Rom?

Es galt, den von ihm zum Gegenpapst ausgerufenen Wilbert von Ravenna (*irgendwann zwischen 1020 und 1030/°1100) nach Rom auf den Stuhl Petri zu schaffen.
Das zog sich hin und brauchte drei Anläufe, ehe es Heinrichs Truppen 1084 gelang, Rom einzunehmen.

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Was geschah nach Kaiser Heinrichs IV. Rückkehr aus Rom?

Eine Menge. Der Mann hatte wahrlich ein anstrengendes Leben.
Aus Rom zurückgekehrt, entledigte er sich - gestützt auf die ihm gewogen gebliebenen Getreuen - des schwachen Gegenkönigs Hermann von Salm.

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Warum musste Heinrich IV. 1090 erneut nach Rom?

Seit sich die Herrscher des frühen Mittelalters zur Aufgabe gemacht hatten, die Tradition des Antiken Römischen Reiches fortzusetzen, sich daher als römisch-deutsche Kaiser bezeichneten und daraus einen Herrschaftsanspruch über Italien ableiteten, hatten sie mit Rebellion, Aufständen und widerspenstigen Gegnern zu tun.

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Wie endete Heinrichs IV. Herrschaft?

Dramatisch.
Zeitlebens hatte er um die Macht kämpfen müssen.
Gegen die Reichsfürsten seines ostfränkischen-römischen Reiches, gegen Papst Gregor VII., gegen seine verleumderische zweite Gattin Adelheid von Kiew (-> auch „Praxedis“ genannt), gegen seinen zweiten Sohn Konrad, der sich auf die Seite Papst Urbans II. geschlagen hatte.
Und zum Schluss enttäuschte ihn auch noch der dritte Sohn, Heinrich, der den Vater 1105 absetzte und auf der Burg Ingelheim einsperren ließ.

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Wann und wo wurde der „Investiturstreit“ beigelegt?

Der Investiturstreit wurde zwischen Papst Calixt II. (-> Papst von 1119 bis 1124) sowie Kaiser und König Heinrich V. (*irgendwann zwischen 1081 und 1086/°1125) - Sohn Heinrichs IV., des „Canossabüßers“ - im Jahr 1122 mit dem Wormser Konkordat beigelegt.

 

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Was wurde mit dem „Wormser Konkordat“ beschlossen?

Mit dem 1122 in Worms vereinbarten „Wormser Konkordat“ verzichtete Kaiser Heinrich V. (*etwa zwischen 1081-1086/°1125) auf das Recht, als weltlicher Herrscher Bischöfe in kirchliche Ämter einzusetzen.
Außerdem sagte er die freie Wahl und Weihe kirchlicher Würdenträger innerhalb seines territorialen Einflussbereiches nach dem so genannten kanonischen Recht zu.

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