Was wurde mit dem „Wormser Konkordat“ beschlossen?

Mit dem 1122 in Worms vereinbarten „Wormser Konkordat“ verzichtete Kaiser Heinrich V. (*etwa zwischen 1081-1086/°1125) auf das Recht, als weltlicher Herrscher Bischöfe in kirchliche Ämter einzusetzen.
Außerdem sagte er die freie Wahl und Weihe kirchlicher Würdenträger innerhalb seines territorialen Einflussbereiches nach dem so genannten kanonischen Recht zu.

Papst Calixt II. (-> Papst von 1119 bis 1124), der sich durch einen päpstlichen Legaten vertreten ließ, gestattete im Gegenzug die Wahl der Bischöfe in Gegenwart des Kaisers.
Außerdem durfte der gewählte Bischof durch den Kaiser das weltliche Lehen erhalten und musste ihm, dem Kaiser, den Lehnseid leisten.
Symbolisch für das Weltliche, wurde dem Bischof bei dieser Zeremonie ein Zepter überreicht.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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