Was hatte sich Gregor VII. auf die Fahne geschrieben?

Gregor VI., Papst von 1073 bis 1085, hatte sich schon als Mönch für die Reformbewegung der Cluniazenser des Klosters Cluny (-> im Südwesten Frankreichs gelegen) begeistert.

Was lag da also näher, als sich das klösterliche Anliegen ebenfalls zu eigen zu machen. Nämlich die Kirche im Allgemeinen sowie deren klerikale Vertreter im Besonderen von allen Übeln, wie - zum Beispiel -

  • Ämtergeschacher,
  • Priesterehe,
  • Konkubinat,
  • Völlerei und
  • Trunksucht

zu befreien.
Und das - wenn schon, denn schon - unmissverständlich und kompromisslos!

Ungeachtet der Tatsache, dass Gregor - noch als Hildebrand - selbst mit Ämterkauf (im Zusammenhang mit Papst Gregor VI.) befasst war, gab er sich nun als glühender Verfechter der „cluniazensischen“ Kirchenreform.

In seinem Lebensstil einfach und bescheiden, ordnete er sich bedingungslos den Prinzipien der Reformbewegung unter und erklärte 1075 im „Dictatus Papae“ (einem siebenundzwanzig Punkte Programm), dass

  • die Kirche unfehlbar,
  • die geistliche und weltliche! Autorität des Papstes absolut und
  • Könige/Kaiser ihm, dem Papst/den Päpsten,

unterstellt seien.

Und er setzte noch eins drauf!
Diejenigen, die nicht in der Lage seien, mit dieser Maxime konform zu gehen, seien nicht länger als katholische Christen zu betrachten.
Donnerwetter! Das war in der Tat starker Tobak ...

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige