Was ging der Schlacht bei Homburg 1075 voraus?

Die Zerstörung der von Heinrich IV. (*1050/°1106) zwischen 1065 bis 1068 errichteten sogenannten "Harzburg" (-> heute: Ruine bei Bad Harzburg/Niedersachsen)!

Auf Veranlassung der ihm immer noch in herzlicher Feindschaft verbundenen sächsischen Gegner, wurde Heinrichs Trutzburg 1074 von einer Meute marodierender Haudraufs dem Erdboden gleichgemacht.

Aber in seiner Zerstörungswut ist der Mob zu weit gegangen.
Denn als der Pöbel sich - wenig christlich - auch noch am Kirchenschatz vergriff, Reliquien schändete, sogar vor der Öffnung der Gräber der königlichen Familie nicht haltmachte, stieß dieses gottlose Wüten in der Bevölkerung auf wenig Verständnis.

Selbst Heinrichs Gegenspieler, die in Anbetracht des Volkszorns ihre Glaubwürdigkeit nicht verlieren wollten, sattelten flugs um.
Um Heinrichs Heer schlagkräftiger zu machen, unterstützten die Reichsfürsten dessen geschwächten Truppen für den notwendigen Vergeltungsschlag mit zusätzlichen Soldaten und dringend benötigtem Kriegsgerät.

So ausgestattet, schlug Heinrich IV. im Sommer 1075 erfolgreich die Sachsen in einer blutigen Schlacht bei Homburg (-> mittelalterliche Burg/Thüringen) an der Unstrut.

Sämtliche Rädelsführer - darunter auch Bischöfe sowie Herzog Otto von Northeim - wurden gefangen genommen und eingesperrt.
Heinrich sah wieder Licht am Ende des Tunnels.
Seine Feinde waren besiegt, ihre Güter konfisziert und die Fürsten standen - vorerst - wie eine Eins wieder hinter ihm.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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