Heinrich IV. und die Sachsen – was war da los?

Heinrich IV. (*1050/°1106), inzwischen um die Zwanzig, jahrelang bevormundet und zu Dingen gezwungen, die seinen Vorstellungen nicht entsprachen, hatte sich entschlossen, einen Teil des von seinen vormundschaftlichen Satrapen verplemperten Reichsvermögens zurückzuholen.
In Sachsen.

Keine gute Idee!
Heinrichs Temperament ließ ihn voreilig und überstürzt agieren.

Mit den Sachsen war noch nie gut Kirschen essen. Auch jetzt nicht.

An die Spitze der Revolte holten sie Otto von Northeim, der ohnehin mit Heinrich noch ein Hühnchen zu rupfen hatte. Warum? Weil Heinrich ihm 1070 - wegen angeblicher Gesinnungslosigkeit - das Herzogtum Bayern abgenommen hatte.

Langer Rede, kurzer Sinn - Heinrichs Gegner, die Sachsen und mittlerweile auch die Thüringer, zwangen ihn zur Flucht aus der Harzburg (-> ehemalige Kaiserburg bei Bad Harzburg).
Abgekämpft, müde und mental am Ende, erreichte Heinrich nach längerem Umherirren schließlich Worms.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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