Wer war Heinrich IV.?

Der Salier Heinrich III. (*1017/°1056) und dessen Gattin, Agnes von Aquitanien und Poitou, hatten sechs Kinder – vier Töchter, zwei Söhne.
Heinrich war der ältere der Söhne, und somit als Thronfolger vorgesehen.

Heinrichs IV. wesentlichen Lebensdaten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Geboren im November 1050,
  • Mitkönig ab 1053,
  • 1055 mit fünf Jahren „zwangsverlobt“ mit Bertha von Savoyen (*1051/°1087),
  • nach dem Tod des Vaters ab 1056 römisch-deutscher König,
  • vom Kölner Erzbischof namens Anno 1062 aus machtpolitischen Gründen entführt,
  • in Mainz 1065 eben von diesem erzbischöflichen Entführer (den Heinrich unmittelbar nach der Zeremonie fast erschlagen hätte) die Schwertleite (-> Mündigkeit und politische Handlungsfähigkeit) erhalten,
  • Verheiratung Heinrichs mit Bertha von Savoyen 1066 (oder 1068?),
  • im Winter 1076/77 den berühmten Bußgang nach Canossa zu Papst Gregor VII. (*zwischen 1025-30/°1085) angetreten,
  • vom 1080 auf der Synode zu Brixen (-> Südtirol/Italien) gewählten und penetrant bis 1100 agierenden Gegenpapst Clemens III. Ostern 1084 zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt,
  • von seinem Sohn Heinrich V. (*um 1081/1086?? - °1125) 1105 festgenommen, abgesetzt und eingesperrt

und kurz darauf, 1106, in Lüttich verstorben.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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