Hatte Heinrichs V. Erpressung des Papstes Bestand?

Nein, ganz und gar nicht. Die Machtspielchen gingen lustig weiter.

Bereits ein Jahr später, 1112, wurde Heinrich V. – anlässlich eines Laterankonzils in Rom – von einem gewissen Kuno von Praeneste, seines Zeichens Kardinallegat (listigerweise hielt Papst Paschalis II. sich selbst dabei im Hintergrund; hatte er Heinrich doch das Versprechen gegeben, sich an die Absprachen zu halten), ein weiteres Mal aus der christlichen Gemeinschaft ausgeschlossen.

Selbstverständlich wurden bei der Gelegenheit sämtliche mit Papst Paschalis II. geschlossenen Verträge für null und nichtig erklärt.
Diesen Vertragsbruch ließ der Teflonpapst nach dem Motto Vogel Strauß: „Kopf in den Sand, dann sieht mich niemand und ich weiß von nichts“ unberührt an sich abperlen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige