Wer war Ernst von Schwaben – und was hatte er mit Konrad II. zu tun?

Nun, Herzog Ernst II. von Schwaben (*etwa 1008/°1030), väterlicherseits aus dem Hause der Babenberger (-> österreichische Adelsfamilie), stammte aus der zweiten Ehe Giselas, war somit der Stiefsohn Konrads II. (*etwa 990/°1039) und durchdrungen vom Recht auf seine Erbansprüche.

Bereits unmittelbar nach der Königswahl Konrads II., während dessen erster Reise durch die Stammesgebiete des Reiches, gehörte Ernst zu Konrads Gegnern.
Nur aufgrund erfolgreicher Fürsprache Giselas bei ihrem (dritten) Ehemann Konrad, hatte diese Rebellion für Ernst keinerlei schwer wiegende Folgen.

Als er aber wenig später mit Oppositionellen ins Elsass einfiel, wurde Ernst auf dem Reichstag zu Ulm als Herzog von Schwaben abgesetzt, inhaftiert, nach einem Treueid (etwa um 1028/29) begnadigt und wieder als Herzog eingesetzt.

Alles hätte nun gut werden können, wenn nicht, ja, wenn Ernst sich nicht ein drittes Mal gegen Konrad II. gestellt hätte.
Im Jahre 1030 verweigerte er vehement seine Unterstützung gegen einen gewissen Grafen Werner von Kyburg. Der war zwar ein guter Freund von Ernst, aber gleichzeitig auch erbitterter Widersacher seines Stiefvaters.

Damit war Ernst nun so etwas wie ein Vaterlandsverräter.

Ihm wurde

  • der Prozess gemacht,
  • als Herzog von Schwaben erneut abgesetzt,
  • von der Kirche exkommuniziert,
  • selbst von seiner Mutter keines Blickes mehr gewürdigt und schließlich im
  • Kampf gegen den Erzbischof von Konstanz erschlagen.

Dieser im Schwarzwald nahe der Burg Falkenstein (-> heute: Ruine im Landkreis Rottweil/Baden-Württemberg) stattgefundenen Konfrontation mit dem Bischof, fiel auch Werner von Kyburg zum Opfer.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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