Was sind die wesentlichen Eckdaten in Konrads II. Regierungszeit?

Konrad II. (*etwa 990/°1039), seit 1016 verehelicht mit der bereits zweimal verwitweten Gisela von Schwaben, wurde 1024 bei Oppenheim am Rhein zum römisch-deutschen König gekürt, unterwarf die Lothringer, trat 1025 das Herzogtum Schleswig an den Dänen Knut den Großen ab, verzichtete dort auf seine weitere Oberhoheit und machte den Fluss Eider wieder zur Reichsgrenze.

 

Italien, Ungarn, Polen und die Lausitz

Auf seinem ersten Italienzug ließ Konrad sich vom Erzbischof Ariberts in Mailand zum König von Italien krönen, belagerte erfolgreich die lombardische Stadt Pavia und wurde kurz darauf, 1027, von Papst Johannes XIX. in Rom zum Kaiser erhoben. Nach einem weniger glücklichen Feldzug gegen Ungarn, ging Konrad 1031 gegen Polen vor und erhielt die Lausitz und das Milzenerland (-> Ostmark) zurück.

 

Konrads Bravourstück

Mit der Vereinigung des Königreichs Burgund mit dem Deutschen Reich 1033, gelang Konrad sein wohl größter Coup! Sein Herrschaftsgebiet umfasste nunmehr Deutschland, Italien und Burgund.
Konrad wurde in Peterlingen bei Solothurn zum König von Burgund gekrönt.

 

Zweiter Italienbesuch

In den Jahren 1037 und 1038 begab er sich ein zweites Mal nach Italien.
Auf dem Hoftag zu Pavia setzte Konrad sein

  • Lehnsgesetz durch, nach dem die Erblichkeit auch kleinster Lehen festgeschrieben wurde,
  • musste sich erfolglos mit dem aufsässigen Erzbischof Aribert von Mailand auseinandersetzen,
  • vertrieb anschließend in Süditalien noch schnell den renitenten Fürsten von Capua, um schließlich zur
  • Mitte des Jahres 1038 den Rückmarsch anzutreten.

Dieser Rückmarsch verlief für Konrad wenig erfreulich. Eine Vielzahl seiner wichtigsten Mitstreiter, aber auch eine Reihe seiner Familienangehörigen starben an einer Seuche.

 

Abgesang

Konrad II. verstarb im Juni 1039.
Die einen gaben der Gicht die Schuld daran, die anderen vermuteten Spätwirkungen der zuvor auf dem Rückweg aus Italien aufgetretenen Seuche (-> Malaria?).
Gestorben in Utrecht, wurde Konrad in dem von ihm begründeten Dom zu Speyer zur letzten Ruhe gebracht.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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