War Konrad II. verheiratet – und wenn ja, mit wem?

Ja, das war er.
Mit Mitte Zwanzig (1016) – acht Jahre bevor er im Ostfränkischen Reich zum König des „Heiligen Römischen Reiches“ erhoben wurde – heiratete Konrad (*etwa 990/°1039) die bereits zweimal verwitwete Gisela von Schwaben, Tochter des Herzogs Hermann II. von Schwaben.

Gisela war zwar einige Jahre älter, wird aber als sehr gut aussehend geschildert, soll geistigen Interessen aufgeschlossen gewesen sein, brachte einen nicht unerheblichen Eigenbesitz mit – galt aber gleichwohl als ausgesprochen gottesfürchtig.
Eine Eigenschaft, die Konrad II. nicht wirklich nachgesagt werden kann.

Trotz im Grunde positiver Charakterstärke, lehnte Erzbischof Aribo von Mainz 1024 die gleichzeitige Erhebung Giselas zur Königin ab – eben wegen ihrer beiden früheren Ehen.
Einige Monate später, im September d. J. wurde Gisela dennoch Königin, und zwar gekrönt vom Erzbischof Pilgrim in Köln, der scheinbar weniger Bedenken gegen Gisela hatte.
Gleiches muss auch für Papst Johann XIX. (-> Papst von 1024 bis 1032) gegolten haben, der Gisela unvoreingenommen - anlässlich der Kaiserkrönung Konrads 1027 - sogar zur Kaiserin krönte.

Gisela hatte eine gewichtige Stimme in der Regierung Konrads II. Sie unterstützte dessen Friedenspolitik, kümmerte sich um Kirchenbelange und hatte bei der Vergabe einflussreicher Posten in Bistümern und Abteien ein nicht unerhebliches Wörtchen mitzureden.

Gisela starb 1043 - vier Jahre nach Konrad II. - und wurde, wie er, im Kaiserdom zu Speyer beigesetzt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige