Wer war Konrad II.?

Konrad II. (*etwa 990/°1039), mit dem Zusatz „der Ältere“ belegt, stammte aus einem der vornehmsten fränkischen Adelsgeschlechter der Zeit, den Saliern.
Seine Jugend soll nicht rosig gewesen sein. Der Vater verstarb früh, die Mutter – eine elsässische Gräfin – kümmerte sich wenig um den Knaben.

Konrad wurde mehr schlecht als recht von einem Wormser Bischof erzogen, konnte weder lesen noch schreiben, beherrschte keine fremden Sprachen, war kulturell uninteressiert und war schon als Kind von seinen Verwandten um sein Erbe betrogen worden.

Zum Zeitpunkt seiner Wahl zum König im Jahre 1024 – das war nach dem Tod des Ottonenkaisers Heinrich II. – war Konrad vierunddreißig Jahre alt.
Er hatte sich gegen seinen Cousin, Konrad den „Jüngeren“, durchgesetzt.

Als König und wenig später, 1027, in Rom zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt, mauserte sich der körperlich hoch gewachsene Konrad zu einem tüchtigen und pragmatischen Herrscher, dessen ausgeprägter Gerechtigkeitssinn ihn schon früh Sympathie und Achtung für die Unterprivilegierten empfinden ließ.

Das Recht zu schützen – und nicht die Großen laufen zu lassen und die Kleinen zu hängen – machte er zu seinem Credo.

Alles in allem:
In der Geschichtsforschung gilt Konrad II. durchaus als eine der herausragenden Persönlichkeiten des Mittelalters.

Als wesentliche Elemente seiner Herrschaftszeit, werden ihm die Bewahrung des ottonischen Erbes sowie die Festigung der Reichseinheit zugeschrieben.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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