Wie verlief Barbarossas Jugend?

Weitestgehend im historischen Dunkel. Über seine ersten knapp dreißig Jahre ist so gut wie nichts bekannt.

Anzunehmen ist, dass er eine der Zeit entsprechende adäquate Erziehung und Ausbildung erhielt, die sich aber wahrscheinlich in körperlicher Ertüchtigung (-> Umgang mit Pferden, Waffen und Jagdmodalitäten) sowie im Erlernen adeligen Lebensstils erschöpften.

Mit dem Schreiben, Lesen und/oder Fremdsprachen (-> z.B.: – zu Barbarossas Zeit nicht unüblich – Latein) soll er weniger in Berührung gekommen sein.

Nichts desto Trotz sollen ihm von den Zeitgenossen durchaus Eigenschaften wie Mut, Courage, Furchtlosigkeit, aber auch so hehre Charaktereigenschaften wie Weitherzigkeit, Güte und eine ausgeprägte Antenne für Gerechtigkeit nachgesagt worden sein.

Nicht minder positiv fällt die Beschreibung seiner äußeren Erscheinung aus.

So ist – Chronisten zur Folge – von einer mittelgroßen und kräftigen Gestalt, einem ins rötliche changierenden Blond, einem lebensfroh und beschwingt wirkenden Gesicht sowie, unter anderem, von einem festen Gang die Rede.

 

Kurz und gut

Ein stattlicher und volkstümlicher Kerl, der 1147 sowohl mit seiner Berufung zum Herzog von Schwaben, als auch seiner Mitwirkung beim (nicht erfolgreichen) Kreuzzug (-> 1147 bis 1149) seines Onkels Konrads III., historisch aus dem Dunkel seiner Jugend tritt.

Heute gilt Friedrich I. Barbarossa – neben Friedrich II. von Hohenstaufen, seinem Enkel – als die, die Zeit überdauernde, charismatische Kaisergestalt deutscher Geschichte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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