Was waren Barbarossa erste Schritte nach seiner Wahl zum König?

In den ersten Monaten nach seiner „Amtseinführung“, machte Barbarossa da weiter, woran er bereits vor seiner Wahl gearbeitet hatte – er war strikt darum bemüht, vergangene, bestehende sowie möglicherweise kommende Meinungsverschiedenheiten unter den Mächtigen des Reiches zu schlichten, neu zu ordnen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Selbstbewusst und ausgestattet mit beeindruckender Überzeugungskraft, ausgeprägtem Verhandlungsgeschick und der Gabe, Menschen für sich einnehmen zu können, gelang es ihm, sich seinen Fürsten und Bischöfen nicht nur geschickt als „primus inter pares“ (-> lat.: „Erster unter Gleichen“) darzustellen, sondern sie gleichzeitig auch mit der Vergabe von Ländereien und/oder Privilegien verschiedenster Art an sich zu binden und somit im Reich fürs Erste Ruhe zu schaffen.

Dass er bei all diesem Tun auch seine eigenen Herrschaftsinteressen im Auge hatte, ist einerseits als ganz natürlich anzunehmen, wird ihm andererseits – nach neueren Erkenntnissen der verfügbaren Urkunden und Schriften – heute aber auch als eine gewisse Schlitzohrigkeit unterstellt.

Nehmen wir trotzdem zu seinen Gunsten an:
Barbarossa hatte - die „Agenda 2010“ (-> Gerhard Schröder/SPD vom 14. März 2003) mit dem Slogan: „Fördern und Fordern“ vorweggenommen - bei seinem Handeln ausschließlich das Wohl seines Reiches im Sinn.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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