Was haben Barbarossa, Papst Eugen III. und der Vertrag von Konstanz miteinander zu tun?

Papst Eugen III.

Der Italiener Bernhard von Pisa, manchmal – obwohl in den Annalen keineswegs verbrieft – auch der adeligen Familie Paganelli di Montemagno zugeschrieben (*??/°1153) und zum Zeitpunkt des Todes Papst Lucius II. wohl Abt des Zisterzienserklosters Tre Fontane bei Rom, wurde im Februar 1145 von den Kardinälen des Kirchenstaates zum Nachfolger gewählt und nannte sich fortan (Papst) Eugen III.

 

Was war los in Rom?

Dummerweise schwelten bereits seit 1143 erhebliche politisch motivierte Unruhen in Rom.

Der Senat und die Bevölkerung der Stadt hatten sich gegen den zunehmenden weltlichen Machtanspruch der Kurie gestellt.

Man könnte auch sagen:
Die „Institution Papst“ war nicht sehr beliebt.
Ein Einwand, der Papst Eugen III. bewog, aus Sicherheitsgründen seinem Pontifikat überwiegend außerhalb Roms – sozusagen auf der Flucht – nachzukommen.
Mit einigem Hin und Her, ging das so bis 1153 – und jetzt kommen

 

Friedrich I. Barbarossa und der Vertrag von Konstanz

ins Spiel.

Dieser zwischen Papst und König im März d.J. am Bodensee geschlossene Vertrag, behandelte sowohl die zukünftigen Modalitäten der Kaiserkrönung, als auch das Versprechen Barbarossas, dem Papst gegen die aufmüpfigen Römer beizuspringen.

Letzteres erwies sich für Barbarossa allerdings als obsolet.

Eugen verstarb, bevor Barbarossa ihm zur Hilfe eilen konnte, was das Problem allerdings – weniger auf dessen unmittelbaren Nachfolger Papst Anastasius IV. (wegen dessen nur knapp eineinhalbjährigen Amtsführung; von 1153 bis 1154) – auf Papst Hadrian IV. verlagerte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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