Wie hat Barbarossa den Konflikt mit Mailand gelöst?

Indem Barbarossa 1158 (-> bis 1162) ein zweites Mal in die Lombardei zog.
Jetzt aber, anders als bei seiner ersten Italienreise 1154-1155, mit einem weitaus schlagkräftigeren Heer. Und dieses Mal gelang es Barbarossa - die von den Mailändern angebotenen „Bestechungsgelder“ hatte er zuvor abgelehnt - die Mailänder zum Treueid ihm gegenüber zu zwingen.

Anlässlich des Hoftages auf den „Ronkalischen Feldern“ - einer Landschaft nahe des Städtchens Roncaglia (-> Emilia-Romagna/Italien) - redete Barbarossa dann im November 1156 Tacheles.
Kompromisslos forderte er die ihm zustehenden Hoheitsrechte, die sogenannten „Regalien“ (-> lat. „iura regalia“ -> „königliche Rechte“) ein, und ließ sie ein für alle Mal festschreiben.
Natürlich ging es bei all dem auch ums Geld (-> z.B.: Steuer-, Zolleinnahmen) sowie so elementare Dinge wie das Münzrecht und die Gerichtsbarkeit.

Und das wiederum rief den Papst (-> Hadrian IV.) auf den Plan, der zuerst zwar den mächtigen oberitalienischen Städten skeptisch gegenüberstand, nun aber die Machtfülle Barbarossas fürchtete.
Er wechselte die Seiten und unterstützte den in Mailand aufkeimenden Widerstand gegen den Kaiser.

Kurz und gut - es kam, wie es kommen musste.
Die Auseinandersetzungen eskalierten.
Da Barbarossa aber das hervorragend befestigte Mailand nicht einnehmen konnte, begnügte er sich stattdessen mit der Zerstörung des Umlandes und der kleinen Stadt Crema (-> Lombardei/Italien) und erreichte schließlich 1160 die Kapitulation der Stadt sowie, zwei Jahre darauf (-> 1162), letztendlich auch die der Stadt Mailand.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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