Was haben eigentlich Barbarossa, sein Bart und der Kyffhäuser miteinander zu tun?

Das ist schnell erzählt.
Kaiser Friedrich I., alias Barbarossa (-> Rotbart), wird – der Sage nach – seit seinem Kreuzzug im Heiligen Land (-> es war der 3., der von 1189 bis 1192 dauerte, und auf dem Barbarossa 1190 beim Baden im Fluss Saleph, heute „Göksu/Südtürkei, verstarb) vermisst und seither im Kyffhäuser, einem Bergrücken südöstlich des Unterharzes, vermutet.

Dort, so wird gemutmaßt, sitzt er, umgeben von seinen Wappen und Waffen, in einer großen Halle an einem Tisch und trägt auf dem Kopf eine alte Krone.

Sein Bart ist durch den Tisch gewachsen und reicht zweimal schon um diesen herum.

Im einhundert Jahre Rhythmus, sagt die Sage, wacht er auf und schaut nach den Raben. Kreisen die Vögel nach wie vor um den Berg, legt er sich wieder aufs Ohr.
Kreisen sie eines Tages, nach weiteren hundert Jahren, nicht mehr, hofft die Sage, dass Barbarossa im Falle dieses unwahrscheinlichen Falles, seine Lagerstatt verlässt und einen letzten Kampf – Gut gegen Böse – führt.
Der/das Gute ist Barbarossa.
Und selbstverständlich gewinnt er!

Real ist Barbarossa an der Ostseite des Kaiser-Wilhelm I.-Nationaldenkmals auf dem Kyffhäuser in imposanten sechs Metern fünfzig dargestellt, wie man ihn sich aus Geschichten und eben der genannten Sage vorstellt – ein kraftvoller Herrscher im Augenblick des Erwachens.
Natürlich mit gewaltigem Bart …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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