Wer war eigentlich Otto von Wittelsbach?

Otto (I.) (*etwa um 1117/°1183) aus dem Adelshaus der bayerischen Wittelsbacher, wegen seiner auffallend rötlichen Gesichtsfarbe auch Rotkopf genannt, war ein treuer Weggefährte und Vertrauter Friedrichs I. Barbarossa.

 

Auf dem Reichstag von Besancon

Von Natur aus ein wahrer Heißsporn, soll er dem Kaiser mehrfach aus der Bredouille geholfen haben. Auf dem Reichstag von Besancon (-> Frankreich) 1157 allerdings, musste der hitzköpfige Wittelsbacher vor sich selbst geschützt werden.
Als es nämlich um den Begriff „Beneficium“ (-> lat.: „Wohltat“) zum Streit zwischen Kaiser und Papst Hadrian IV. kam, wollte der streitbare Otto – so wird gesagt – sogar zum Schwert gegen den päpstlichen Legaten (-> den spätere Papst Alexander III.) greifen, wurde aber durch das rechtzeitige Einschreiten Barbarossas vor einer Straftat bewahrt.

 

Belohnung

Selbstverständlich hat sich Barbarossa für den sich mit Leib und Seele für ihn aufopfernden Otto (-> inzwischen seit einem Jahr als Otto VI. Pfalzgraf von Bayern) angemessen erkenntlich gezeigt – 1180 erhielt er von Barbarossa das zuvor dem Welfen Heinrich dem Löwen aberkannte Lehen Bayern, und war nunmehr bis zu seinem Tod, 1183, noch drei Jahre Herzog von Bayern.

 

Aufstieg der Wittelsbacher

Keine Frage – mit Otto I. und späteren Otto VI. (-> Pfalzgraf und Herzog von Bayern), begann der Aufstieg der Familie Wittelsbacher im – mit Verlaub – „Land der Lederhosen“.
Ihre Herrschaft in Bayern überdauerte gute siebeneinhalb Jahrhunderte und endete 1918 mit der Umwandlung Deutschlands in eine parlamentarisch-demokratische Republik.
Aber es gibt sie noch, die Wittelsbacher!
Seit 1996 ist der 1933 geborene Franz Herzog von Bayern Oberhaupt der Familie.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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