Was hat sich Friedrich II. von Hohenstaufen beim Bau des „Castel del Monte“ gedacht?

Was Friedrich II. sich wirklich dabei gedacht hat, weiß man bis heute nicht so genau. Fakt ist aber, dass das „Castel del Monte“ als der berühmteste Stauferbau Italiens gilt. Erwiesenermaßen 1240 mit dem Bau begonnen, ließ Kaiser Friedrich II. das Kastell achteckig mit ebenfalls acht achteckigen Türmen mit antiken, gotischen und islamischen Elementen errichten.

Die festungsähnliche und baulich beeindruckende Burg, liegt auf einer leichten Anhöhe zwischen den Städten Andria und Bari in Apulien, ist von weit her aus allen Richtungen zu sehen, wird heute als „Krone Apuliens“ bezeichnet – blieb aber nach Friedrichs Tod 1250 lediglich Fragment, das heißt, sie wurde wahrscheinlich, so sieht´s wohl aus, nie endgültig fertig gestellt. Und, über den von Friedrich II. beabsichtigten Zweck der Anlage, herrscht nach wie vor eine einigende Uneinigkeit.

Ob nun als Jagdschloss, Wehranlage, Ort des Rückzuges, Aufenthaltsmöglichkeit für die von Friedrich ausgeübte Falknerei oder gar für seine wissenschaftlichen Forschungen gedacht – niemand vermag es eindeutig zu sagen. 

Nicht im Ungefähren bleibt dagegen, dass von einer angenommenen ursprünglichen Inneneinrichtung des „Castels del Monte“ heute – außer einigen Kaminen, Wasserleitungen und Toiletten! – nichts erhalten blieb, der italienische Staat das Gebäude gegen Ende des 19. Jahrhunderts übernommen hat und sich seither bemüht, den touristisch stark frequentierten Bau (-> Ein Besuch lohnt sich in der Tat! Es ist wirklich ein großartiges Gebäude!) mit viel Geld in Stand zu halten und die UNESCO das, erst weit nach Friedrich II. als „Castel del Monte“ benannte Monument, 1996 zum Weltkulturerbe aufgewertet hat.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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