Warum legte sich Friedrich II. mit dem „Lombardischen Städtebund“ an?

Na ja, abgesehen von der allgemeinen Bedeutung (-> strategische Lage zwischen Nord/Süd des Heiligen Römischen Reiches sowie eine für die Zeit enorme Wirtschaftskraft der oberitalienischen Städte) der Lombardei, weigerten sich die Mitglieder des „Lombardischen Städtebundes“ vehement, Friedrich II. – anlässlich seines 1228 startenden Kreuzzuges – Straßen und Alpenpässe benutzen zu lassen, geschweige denn, ihn bei seinen militärischen Unternehmungen zu unterstützen.

 

Kriegserklärung

Die daraus folgernde Nichtanerkennung der kaiserlichen Rechte durch die dem Staufer nicht gewogenen Städte (-> es gab auch ein paar kaisertreue Parteien darunter, wie z.B. Cremona oder Parma), führte 1236 zum Krieg Friedrichs II. gegen den obstinaten „Langobardenbund“.

 

Friedrichs II. Desaster

Die Entscheidung fiel bereits im darauffolgenden Jahr (-> 1237) in der Schlacht bei Cortenuova (-> Provinz Bergamo/Lombardei). Allerdings hatte Friedrich lediglich die Schlacht gewonnen, nicht aber einen grundsätzlichen Erfolg in den Auseinandersetzungen erzielt. Nach der Niederlage bei Cortenuova, lehnte Friedrich die von Mailand angebotenen Zugeständnisse rigoros ab, hielt sich sozusagen für unbesiegbar, scheiterte aber schon bald bei dem Versuch, die Stadt Brescia einzunehmen, verlor nun auch noch die Letzten seiner Unterstützer, wurde 1239 ein zweites Mal von Papst Gregor IX. mit dem Bann belegt und erlitt schließlich und endlich 1248 seinen definitiven und irreversiblen Misserfolg bei der Belagerung von Parma (-> Emilia-Romagna/Italien).

 

Worum ging es (scheinbar) wirklich?

Wie so oft, ging es auch bei dieser Angelegenheit ursächlich um die Vormachtstellung zwischen Papst und Kaiser in Italien. Dabei hatten der Papst die „Guelfen“ (-> Adaption des Namens der Staufergegner: Welfen), und Kaiser Friedrich II. die sogenannten „Ghibellinen“ (-> oder auch „Waiblinger“, nach der Stauferstadt Waiblingen) auf ihrer Seite.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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