Friedrich II.: Tyrann, Papstgegner, Antichrist

Wie war das Verhältnis von Staufer-Kaiser Friedrich II. und dem Papst? Oder vielmehr den Päpsten? Und wie steht es um die dunklen Seiten von Friedrich II.? Darum geht es in diesem Kapitel.

Stimmt es, dass Friedrich II. Experimente mit Menschen gemacht haben soll?

Das soll durchaus möglich gewesen sein. Aber, so ganz genau weiß man es nicht. Verfügbare Chroniken, die - zum Beispiel - über Sprachversuche an Babys oder die Verdauungsarten zweier zum Tode verurteilter Spitzbuben berichten, haben, so ist zu lesen, aus heutiger Sicht der Geschichtswissenschaft, durchaus den Charakter der „Yellow Press“ unserer Tage.

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Wer waren die Päpste zur Zeit Friedrichs II. von Hohenstaufen?

Die Päpste (-> gleichzeitig auch Bischöfe von Rom), die zu Lebzeiten Friedrichs II. den Stuhl Petri innehatten, und mit denen er mehr oder weniger heftig so manchen Strauß ausgefochten hat, waren:

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Wie kam es zum ersten Konflikt zwischen Friedrich II. und seinem Sohn Heinrich (VII.)?

Heinrich (*1211/°1242), erster Sohn Friedrichs II. mit dessen Ehefrau Konstanze von Aragon, als einjähriges Kind bereits 1212 zum König von Sizilien gekrönt und vom Vater wenige Jahre später – formal, denn die eigentlichen Geschäfte führte lange Jahre eine aus Reichsfürsten bestehende Vormundschaft – mit zwei mehr oder weniger nach geordneten Funktionen in Schwaben und Burgund versehen, wurde zwar 1220 von Friedrich II. in Frankfurt am Main zum Mitkönig erhoben, blieb aber nach wie vor unter der Fuchtel des Vaters.

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Wie kam es zum zweiten Konflikt zwischen Friedrich II. und seinem Sohn Heinrich (VII.)?

Nun, Heinrich (VII.), nachhaltig gekränkt, verärgert und stocksauer auf seinen Vater, Friedrich II., war keineswegs einsichtig. Er hintertrieb die Politik des Vaters wo es nur ging, setzte weiterhin auf eine mögliche Entmachtung der Fürsten zu Gunsten der Städte und des sogenannten „niederen Adels“ (-> „Reichsministerialen“), zog die Gegner des Vaters auf seine Seite, sprach sich vehement gegen die von Papst Gregor IX. um 1231 sanktionierte Inquisition aus, verbot mit einem sogenannten „Landfrieden! (-> „Verzicht des Regenten auf Gewaltanwendung“) das barbarische Treiben der religiösen Überzeugungstäter (was Heinrich im Nachhinein wiederum sympathisch macht) – und sah sich erneut einem erbosten Vater gegenüber.

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Friedrich II. und die Päpste – konnten die miteinander?

Nein, denn im Grunde genommen, war Friedrichs II. Verhältnis zu den Päpsten – und er hat einige erlebt (-> Innozenz III., Honorius III., Gregor IX., für gute siebzehn/achtzehn Tage Coelestin IV., Innozenz IV.) – von kurzen zwischenzeitigen Ausnahmen abgesehen, nie richtig gut. Fast zeitlebens stritt er sich – wie bereits seine Vorgänger während des Mittelalters – mit den Päpsten über die weltliche, als auch geistliche Vorherrschaft auf Erden.

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Worüber stritten sich Päpste und Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen?

Eigentlich immer über die Frage: Wer hat die Macht? Obwohl sich der Pontifex in Rom als Oberlehnsherr über Sizilien verstand, teilten Roger – und später auch Friedrich II. – diese Meinung nicht. Im Gegenteil! Beide ignorierten den vom Papst eingeforderten Anspruch.

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Was hielt Friedrich II. von Papst Innozenz III.?

Schwer zu sagen. Die Angelegenheit war komplex und begann damit, dass Friedrichs Mutter, Konstanze von Sizilien (*1154/°1198), klugerweise nicht auf dem Titel „römisch-deutscher König“ – den hatte Friedrichs Vater, Heinrich VI., 1196 in Würzburg den deutschen Fürsten abgerungen, wurde aber nach dessen Tod ohnehin nicht anerkannt – für ihren Sohn bestand, sondern ihn lediglich im Frühjahr 1198 zum König von Sizilien krönen ließ, was Papst Innozenz III. (*etwa 1160/°1216) durchaus gefallen haben wird.

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Wie gingen Friedrich II. und Papst Honorius III. miteinander um?

Mehr oder weniger freundlich! Papst Honorius III. (*1148/°1227) trat 1216 die Nachfolge Papst Innozenz´ III. an. Sicherlich ärgerte er sich über die von Friedrich II. nachlässig betriebene Einhaltung seines Kreuzzugversprechens, war aber alles in allem weitaus toleranter, aber auch weniger durchsetzungsfähig, als sein Vorgänger.

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Wie kamen Friedrich II. und Papst Gregor IX. eigentlich miteinander zurecht?

Überhaupt nicht! Mit dem Pontifikat Papst Gregors IX. (*etwa 1167/°1241) eskalierte das Verhältnis zwischen Kaiser Friedrich II. und dem Papst geradezu. Gregor, Neffe des Vorvorgängers Innozenz III., war ebenso wie dieser fest davon überzeugt, die Weltherrschaft sei ausschließlich Sache des Papstes, also der katholischen Kirche und des Kirchenstaates unter Führung des „Pontifex Maximus“ – eines von Papst Leo I. (*etwa 400/°461) für die Kirche wiederentdeckten Begriffs aus dem Römischen Reich! Basta! Gregor fehlte es ganz einfach an der Nachsicht, die Papst Honorius III. (*1148/°1227) dem Kaiser entgegengebracht hatte.

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Warum konnten sich eigentlich Friedrich II. und Papst Innozenz IV. nicht ausstehen?

Nun, mit Fug und Recht kann wohl gesagt werden: Papst Innozenz IV. (*1195/°1254) war die uneingeschränkte Steigerung aller vorangegangenen Päpste in der Abneigung gegenüber Kaiser Friedrich II., aber auch der energischste Befürworter päpstlicher Vorherrschaft. Zwar war Friedrich nach dem Tod Papst Gregors IV. – auch wegen der  Aufhebung seiner zweiten Exkommunikation – um eine Aussöhnung mit dem Nachfolger bemüht, verzichtete jedoch 1243 darauf, als Innozenz IV. auf dem Abzug Friedrichs aus dem Kirchenstaat beharrte. Friedrich suchte nun das persönliche Gespräch, marschierte, eigentlich in friedlicher Absicht, gen Rom und – veranlasste damit den Pontifex 1244 zur Flucht nach Genua und später sogar nach Lyon.

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War Friedrich II. tatsächlich Opfer eines Mordanschlages?

Ja, in der Tat, das soll er gewesen sein. Auslöser waren die heftigen Auseinandersetzungen mit Papst Innozenz IV. (*etwa 1195/°1254). Beide Seiten übertrafen sich in gegenseitiger Abneigung. Hass, Gewalt und verbale Attacken übelster Art waren an der Tagesordnung.

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